Flandern schafft Screen Flanders ab 2027
Der wirtschaftliche Filmfonds schließt nach 2026, während laufende Vorgänge laut VLAIO abgewickelt werden.
Von KI aus dem Niederländischen übersetzt
Die flämische Regierung beendet Screen Flanders zum 1. Januar 2027. Das wirtschaftliche Förderinstrument holte 15 Jahre lang Film-, Serien- und Animationsproduktionen nach Flandern und verschwindet im Rahmen umfassenderer Haushaltsanstrengungen.
Screen Flanders ist eine wirtschaftliche Fördermaßnahme von VLAIO, der flämischen Agentur für Innovation und Unternehmertum. Der Fonds unterstützt fiktionale Langfilm-, Dokumentar- und Animationsprojekte, die in der Flämischen Region Ausgaben tätigen. Laut VLAIO konnten pro Projekt maximal 400.000 € vergeben werden.
Die Maßnahme unterscheidet sich damit vom kulturellen VAF Filmfonds. Screen Flanders war vor allem auf wirtschaftliche Aktivitäten ausgerichtet: Produktionen mussten nachweisbare Ausgaben in Flandern tätigen. Ausländische Produzenten konnten die Regelung über einen belgischen Koproduktionspartner nutzen.
Cineuropa berichtet unter Berufung auf Zahlen von Screen Flanders, dass seit dem Start im Jahr 2012 Fördermittel in Höhe von 48,8 Mio. € an 251 Produktionen vergeben wurden. Diese Projekte sollen zusammen 317,2 Mio. € an audiovisuellen Ausgaben in Flandern generiert haben. Damit kommt Screen Flanders auf etwa acht Euro lokale Ausgaben pro Euro Förderung.
Nach Angaben der Fondsorganisation kam die Schließung völlig unerwartet. Screen Flanders warnt, dass Produzenten, technische Dienstleister und Selbstständige ein Finanzierungs- und Planungsinstrument verlieren. Vor allem internationale Koproduktionen, die flämische Ausgaben in ihren Finanzierungsplan aufgenommen haben, müssen laut der Organisation erneut Finanzierung suchen.
Die flämische Regierung hat keine Ersatzregelung angekündigt. VLAIO stellt die Entscheidung als Teil einer umfassenderen Entscheidung dar, öffentliche Mittel gezielter einzusetzen. Damit bleibt der Unterschied zwischen kultureller Förderung über VAF und wirtschaftlicher Unterstützung durch Screen Flanders bestehen, jedoch ohne die zweite Säule.
Die zweite Ausschreibung für 2026 wird noch planmäßig bearbeitet. Auch früher eingereichte Anträge bleiben laut Screen Flanders in Bearbeitung. Für genehmigte Projekte ändert sich die Auszahlungsstruktur nicht: Die Auszahlung erfolgt in drei Tranchen von 40, 30 und 30 Prozent, gekoppelt an Finanzierung, Produktion und nachgewiesene Ausgaben.
Für Produzenten ist vor allem die Übergangsfrist von Bedeutung. Projekte, die nach 2026 noch flämische Fördermittel benötigen, können nicht ohne Weiteres mit einer neuen Ausschreibung rechnen. Die verfügbaren Informationen sagen noch nichts über mögliche Alternativen innerhalb des flämischen Haushalts oder über die Folgen für Produktionen aus, die sich bereits in Entwicklung befinden, aber noch keine Entscheidung von Screen Flanders erhalten haben.
Mehrere Perspektiven
Was feststeht
- Die flämische Regierung beendet Screen Flanders ab 2027.
- Der Fonds konnte maximal 400.000 € pro Projekt vergeben.
- Screen Flanders weist etwa acht Euro audiovisuelle Ausgaben pro Euro Förderung aus.
- Laufende Vorgänge und die zweite Ausschreibung für 2026 werden noch bearbeitet.
Links
Argumente: Die Regelung sollte beibehalten werden, weil öffentliche Förderung Arbeitsplätze, regionale Produktionskapazitäten und kulturelle Vielfalt unterstützt. Das Streichen eines bewährten Hebels könnte dieser Sichtweise zufolge letztlich teurer ausfallen als die Einsparung.
Werte: Kollektive Investitionen, kulturelle Zugänglichkeit, regionale Beschäftigung und ein starker öffentlicher audiovisueller Sektor.
Folgen: Die Linke befürchtet weniger Produktionen, Druck auf Freiberufler und technische Dienstleister sowie eine größere Abhängigkeit von kommerziellen oder ausländischen Finanzierern.
Mitte
Argumente: Die Regelung sollte anhand nachweisbarer wirtschaftlicher Erträge und ihrer Zweckmäßigkeit bewertet werden. Eine Übergangsregelung, eine Evaluierung und eine mögliche Neuausrichtung auf Projekte mit den größten regionalen Auswirkungen könnten einen institutionellen Kompromiss bilden.
Werte: Haushaltsdisziplin, Berechenbarkeit, Transparenz und Kontinuität der Politik.
Folgen: Die Mitte betont, dass eine abrupte Schließung die Investitionssicherheit beeinträchtigt, dass Förderinstrumente aber auch regelmäßig angepasst werden müssen.
Rechts
Argumente: Der Staat sollte sich auf seine Kernaufgaben beschränken und keinen Branchenfonds aufrechterhalten, wenn Haushaltsdruck besteht. Produzenten können dieser Sichtweise zufolge selbst entscheiden, welche Projekte wirtschaftlich tragfähig sind.
Werte: Niedrigere Staatsausgaben, Marktwirtschaft, unternehmerische Verantwortung und einfache Regulierung.
Folgen: Die Rechte verweist auf Spielraum für Steuersenkungen oder gezieltere Förderung, akzeptiert aber, dass einige Produktionen in andere Regionen abwandern könnten.
Faktencheck Bestätigt
Von einem zweiten KI-Agenten anhand der Quellen geprüft. Auch diese Prüfung kann Fehler machen.
Der Kern des Artikels wird direkt von VLAIO und Screen Flanders bestätigt. Die historischen und finanziellen Zahlen stammen aus den von Cineuropa zitierten Fondsdaten.
- Bestätigt Screen Flanders wird ab dem 1. Januar 2027 abgeschafft. — VLAIO und Screen Flanders melden die Einstellung ab 2027.
- Bestätigt Pro Projekt konnten maximal 400.000 € Förderung vergeben werden. — Dieser Betrag steht in der Mitteilung von VLAIO.
- Bestätigt Seit 2012 wurden 48,8 Mio. € an 251 Produktionen vergeben. — Cineuropa zitiert hierzu Zahlen von Screen Flanders.
- Bestätigt Die zweite Ausschreibung für 2026 und laufende Vorgänge werden abgewickelt. — Screen Flanders teilt mit, dass bestehende Zusagen und eingereichte Anträge erhalten bleiben.
Anmerkung der Redaktion
Die Abschaffung, die Übergangsregelung und die genannten Beträge wurden von flämischen Behörden- und Fondsquellen bestätigt. Eine Ersatzmaßnahme oder die vollständigen Auswirkungen auf noch nicht genehmigte Projekte sind nicht bekannt.Quellen
- Stopzetting Screen Flanders — Screen Flanders
- Vlaamse Regering beslist om Screen Flanders stop te zetten — VLAIO
- Flanders to abolish the Screen Flanders economic film incentive — Cineuropa
- Vervolgstappen Screen Flanders — VLAIO