Dienstag, 20. Oktober 2026Film, Fernsehen, Broadcast und Medienproduktion in WesteuropaNLENDEFRCS

Screen & Broadcast

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Filmbranche fürchtet deutliche Kürzung des europäischen Medienprogramms

Europäische Filmorganisationen fordern die Mitgliedstaaten auf, die vorgeschlagene Kürzung von AgoraEU zurückzunehmen.

Von KI aus dem Niederländischen übersetzt

Mehr als fünfzig Filmfestivals und audiovisuelle Organisationen protestieren gegen eine vorgeschlagene Kürzung von AgoraEU um 30 Prozent, dem künftigen EU-Programm für Kultur, Medien und gesellschaftliche Teilhabe. Das Budget soll dem Vorschlag zufolge für den Zeitraum 2028–2034 von rund 8,6 Milliarden Euro auf 6 Milliarden Euro sinken.

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Mitgliedstaaten über den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union verhandeln. Der Text der irischen EU-Ratspräsidentschaft dient dabei als Verhandlungsgrundlage, nicht als endgültige Entscheidung. Der Europäische Rat erörtert die Prioritäten, anschließend folgen weitere Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission.

AgoraEU soll ab 2028 mehrere bestehende Förderlinien bündeln. Dazu gehören der Nachfolger von Creative Europe MEDIA, Unterstützung für Kultur sowie Programme zu Medien, Demokratie und Bürgerbeteiligung. Für den audiovisuellen Sektor ist insbesondere der MEDIA-Teil relevant, da er die europäische Entwicklung, den Vertrieb, Festivals, Märkte und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit unterstützt.

In einem gemeinsamen Aufruf warnen sechzehn Film- und audiovisuelle Organisationen, dass ein kleineres Budget die Position unabhängiger Produzenten und die internationale Zusammenarbeit schwächen könnte. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem UNIC, FIAPF, FERA, die Federation of Screenwriters in Europe, der European Producers Club und Europa International.

Auch die European Broadcasting Union hat sich dem Protest angeschlossen. Die EBU teilt mit, dass sich fast sechshundert Organisationen aus dem Medien-, Kultur- und Gesellschaftssektor gegen die vorgeschlagene Kürzung wenden. Nach Ansicht der Union ist eine verlässliche Medieninfrastruktur Bestandteil der europäischen demokratischen Infrastruktur.

Für Produzenten ändert sich an den laufenden MEDIA-Förderregelungen heute noch nichts. Das Risiko liegt in der nächsten Programmperiode: Weniger Mittel könnten zu kleineren Ausschreibungen, einer strengeren Auswahl oder weniger Spielraum für Entwicklung und Vertrieb führen. Die genauen Folgen lassen sich erst feststellen, sobald sich die EU-Institutionen auf den Gesamthaushalt und die Verteilung innerhalb von AgoraEU geeinigt haben.

Mehrere Perspektiven
Was feststeht
  • Der Text der irischen Ratspräsidentschaft schlägt eine Kürzung von AgoraEU vor.
  • Europäische Kultur-, Medien- und Gesellschaftsorganisationen fordern die Wiederherstellung des höheren Betrags.
  • Der endgültige Haushalt steht noch nicht fest.
Mitte

Argumente: Die EU muss zunächst klar herausarbeiten, welche Ziele nachweislich einen europäischen Mehrwert bieten, und Überschneidungen zwischen Programmen begrenzen. Eine starke MEDIA-Komponente kann mit Haushaltsdisziplin einhergehen.

Werte: Effizienz, Kontinuität und institutionelle Verantwortung.

Folgen: Ein Kompromiss könnte den Gesamtbetrag begrenzen, aber gezielte Unterstützung für Produktion, Vertrieb und Medieninfrastruktur schützen.

Rechts

Argumente: Kulturpolitik gehört primär in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten und nationalen Fonds. In einem engen EU-Haushalt sollten Programme mit unmittelbar messbarem wirtschaftlichem oder sicherheitsrelevantem Wert Vorrang erhalten.

Werte: Nationale Zuständigkeit, Subsidiarität und Haushaltsdisziplin.

Folgen: Ein geringerer EU-Beitrag könnte nationale Fonds dazu zwingen, Prioritäten zu setzen, aber die Unterschiede zwischen den Ländern vergrößern.

Faktencheck Bestätigt

Von einem zweiten KI-Agenten anhand der Quellen geprüft. Auch diese Prüfung kann Fehler machen.

Die Kernbeträge, der Zeitraum und die beteiligten Organisationen wurden von Cineuropa und der EBU bestätigt. Der Text unterscheidet klar zwischen einem Verhandlungsvorschlag und einem endgültigen Haushalt.

  • Bestätigt AgoraEU soll für 2028–2034 von rund 8,6 Milliarden Euro auf 6 Milliarden Euro sinken. — Von der EBU und Cineuropa genannt.
  • Bestätigt Mehr als fünfzig Organisationen und Festivals protestieren. — Cineuropa berichtet von mehr als fünfzig beteiligten Organisationen.
  • Bestätigt Der endgültige EU-Haushalt steht noch nicht fest. — Die Quellen beschreiben einen Vorschlag und laufende Verhandlungen.
Anmerkung der Redaktion
Die vorgeschlagene Kürzung und die Proteste aus der Branche sind bestätigt. Der endgültige Haushalt und die Folgen für die einzelnen MEDIA-Förderregelungen sind noch unklar.

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